Jetzt wird ausgemistet


07. Mai 2017 / Nadine



Alles neu macht der Mai und ich meinen Frühjahresputz. Denn während ich mich durch meine Abstellkammer kämpfe, um an meinen Wäscheständer zu kommen und jedes Mal von mindestens drei anderen Dingen erschlagen werde, stelle ich leise und heimlich fest: Ich habe einfach zu viel!

Ein Berg voll Besitz

Wir Menschen neigen dazu ständig neue Dinge zu kaufen. Und zwar deshalb, weil es uns ein schönes Gefühl gibt etwas Neues mit nach Hause zu bringen – erst mal. Wir waren erfolgreich, sind hochgestimmt  und wir unterstreichen die Person, die wir sein und wo wir dazu gehören wollen. Aber auf Dauer macht uns dieses eine neue Ding natürlich auch nicht glücklich und im schlimmsten Fall liegt es schon bald neben der Hose, die es vor zwei Monaten unbedingt sein musste, die nun aber plötzlich ganz anders aussieht oder dem schönen Set Deko-Vasen, das noch einen Platz im Regal in der Abstellkammer ergattert hat, weil dafür ja eigentlich nirgendwo ein Plätzchen frei ist. Verstehe mich nicht falsch, sich Neues anschaffen ist nicht unmoralisch. Wir tun es nur viel zu oft unreflektiert und mitunter, um unterbewusst Bedürfnisse zu stillen, die eigentlich etwas ganz anderes verlangen.  Aber sich zu reflektieren, auf seinen Körper zu hören und sich mit seinen Bedürfnissen auseinander zu setzen kann schon echt auch mal Arbeit sein. Da ist der Weg mit der EC-Karte einfach schneller und leichter.

Ausmisten

Weniger zu besitzen kann verdammt befreiend sein, man muss es nur erst einmal schaffen sich von seinem Besitz zu trennen. Aufräumen das kann jeder. Aber eigentlich räumen wir damit nur unser Zeug von A nach B und hoffen, dass es die nächsten Monate nicht mehr ins Auge fällt. Dafür stopfen wir unseren Kram in hübsche Dekoboxen, die sich übereinander stapeln und versehen sie dann noch mit Etiketten, damit wir wissen, wo sich der Plunder befindet, den wir nicht mehr anrühren. Schluss damit! Wenn sich ja wohl ein Zeitpunkt dafür eignet mal so richtig auszumisten, dann ja wohl der Frühjahresputz. Muss ja nicht gleich alles an einem Tag sein. Das Frühjahr dauert ja etwas länger.

Die japanische Aufräumberaterin Marie Kondo ist mit ihren Aufräum-Methoden berühmt geworden und eine Zeit lang konnte man ja keine Zeitschrift lesen und durchs Internet stöbern, ohne auf die Tipps der Expertin zu stoßen. Jeder war im Kondo-Wahn. Ich habe das Ganze etwas nüchtern betrachtet und weil Aufräumen einfach nicht so mein Ding ist, auch gleich von vornherein beschlossen, dass auch diese Methode nichts bei mir verändern wird. Ein Trugschluss, denn ich habe festgestellt, dass ich nach einem YouTube Video über das Falten und Einsortieren von T-Shirts diese Methode gleich umgesetzt habe und seither sich nichts an dieser Ordnung in meiner Kommode geändert hat. Auch nicht nach meinem Umzug. Alles sieht genauso aus wie vor einem Jahr, als ich mir das Video zu Gemüte geführt habe. Vielleicht ist ja doch was dran an ihrer Methode?

 



Aufräumen mit der KonMari Methode

Marie Kondo empfiehlt nach Kategorien statt nach Räumen aufzuräumen. Hat man sich eine Kategorie ausgewählt (möglichst zu Beginne eine, zu der man eine geringe emotionale Bindung hat), werden alle Sachen auf dem Boden ausgebreitet, um erst einmal sehen zu können, wie viel man davon überhaupt besitzt. Das kann einen schon mal erschlagen! Die Aufräumexpertin empfiehl dann die Dinge auszusuchen, die man behalten möchte, anstatt herauszupicken, was in den Müll wandert. Ist das Aussortieren geschafft, bekommen die Dinge einen festen Platz, um eine erneute Unordnung zu vermeiden. Schwierig wird es bei Kategorien, mit deren Sachen wir uns emotional verbunden fühlen. Kleidungsstücke, Geschenke, Souvenirs, Grußkarten und andere Dinge. Wir tun uns manchmal schwer davon zu trennen, weil wir Angst haben, dass damit auch die Erinnerung gelöscht wird. Dabei halten wir diese doch in uns und nicht in dem Kleid, welches ganz hinten im Schrank hängt und uns eh nie ins Auge fällt. Vielleicht bedanken wir uns einfach innerlich bei diesem Kleid und geben es dann mit gutem Gewissen weiter für einen guten Zweck oder zur Wiederverwertung.

 

Ordnung und Struktur

Ich finde Ordnung und Strukturen toll, es fällt mir nur manchmal schwer diese auch beizubehalten. Ich bin eher vom Typ chaotisch und manchmal etwas schluderig. Ich möchte mich nicht ständig damit beschäftigen alles wegzuräumen, zu putzen und die Couchkissen wieder an ihren richtigen Platz zu drapieren. Es gibt schönere Ideen, die ich mit meiner Zeit anfangen kann. Und dennoch ist es natürlich ein befreiendes Gefühl, wenn doch einmal Putztag war und alles eine klare Linie hat und sauber und ordentlich ist. Nur dann bringe ich die Post rein, lege sie auf dem Esstisch ab und dann liegt sie dort. Auch noch den nächsten Tag, und den darauf und nach ein paar Tagen haben sich noch andere Dinge dazu gesellt. Da ist sie wieder dahin die Ordnung und Struktur.

Hat man erst einmal so richtig klar Schiff gemacht, fällt es einem viel leichter die Dinge gleich an den richtigen Platz zu legen. Denn die neu gewonnene Ordnung schafft auch einen klaren Kopf und somit Platz für mehr Ruhe und tolle Ideen. So schnell möchte man dann nicht wieder in das alte Chaos verfallen. Also empfehle ich jedem einmal so richtig den ganzen Krempel auf den Kopf zu stellen und auch mal mutig zu sein und alten Kamellen den Abschied anzukündigen. Und siehe da, die Post landet artig auf meinem Schreibtisch in der Ablage. Und dort wartet sie nicht länger als drei Tage.

Ach und übrigens komme ich wieder problemlos an meinen Wäscheständer. Meine Abstellkammer und ich haben seit meinem Frühjahresputz ein weitaus klareres und freundlicheres Verhältnis zueinander.

 

Tipp: Wenn du nun motiviert bist auch mit dem Ausmisten loszulegen, melde dich bis zum 13. Mai 2017 bei Flowermind Magazine an und hole dir deine kostenlose Liste und Tipps, um strukturierter Aufzuräumen!

 

Von Herzen

Nadine
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